Die Ausgabenplanung

Die Ausgabenplanung baut sich unmittelbar auf die Ausgabenübersicht auf. Hier werden die Beträge aber so eingetragen, wie Sie auch tatsächlich in dem Monat anfallen bzw. geplant werden. Hier kommen auch die Sparquoten und die aufgeteilten Jahreskosten im Detail hinein.

Nehmen wir als Beispiel die Beträge für die Autoversicherung. Dieser Betrag ist einmal im Jahr fällig und könnte, wenn nicht ordentlich geplant, ein ziemliches Loch in die monatliche Planung werfen. Was wir also machen, ist, dass wir den Jahresbeitrag durch 12 teilen und jeden Monat gleichbleibend den Betrag auf ein seperates Konto legen. In unserem Beispiel wären das 650 € : 12 Monate = 55 €. Anstatt einmal im Jahr ein Loch in unsere Planung zu reißen, legen wir jeden Monat 55 € zur Seite. Wenn die Autoversicherung dann fällig wird, haben Sie das Geld parat und kommen nicht in Zahlungsschwierigkeiten. So verfahren wir mit allen Ausgaben, die nicht monatlich vorkommen. Jede nicht monatliche Zahlung wird auf Ihren monatlichen Anteil runter gebrochen und auf einem Extrakonto angespart, bis der jeweilige Betrag fällig wird. Es ist wichtig, dass Sie eine feste Struktur haben, die Sie jeden Monat anleitet, wie Sie mit Ihren verfügbaren Mitteln umgehen müssen. Im Folgenden die gleiche Tabelle wie in der Ausgabenübersicht, allerdings in der Struktur für die Ausgabenplanung.

Tabelle einfügen

Sie sehen, dass Sie jetzt jeden Monat die gleichen Grundausgaben haben. Damit läßt es sich über die Monate und Jahre wesentlich einfacher planen.

Benutzen Sie die angesparten Beträge ausschließlich für einen angedachten Zweck und kommen Sie nicht in Versuchung, das Geld für etwas anderes auszugeben.

In einigen Monaten werden Sie mehr Grundausgaben haben als wirkliche Ausgaben anfallen, aber die Tatsache, dass Sie Ihr Geld für die Jahresausgaben zurückhalten, macht es für den Jahresblick sehr viel einfacher. Das Geld parken Sie am besten auf einem kostenlosen Tagesgeldkonto. Leider gibt es z.Z. nicht so viele Zinsen auf Tagesgeldkonten, dennoch ist das immer noch die einfachste Möglichkeit das Geld zu sparen. Gegebenenfalls könnte man auch ein klassisches Sparbuch nehmen. Hier muss man aber aufpassen. Bei manchen Sparbüchern können Sie nur bestimmte Beträge pro Abbuchung und/oder Monat auf Ihr Konto zurücküberweisen. Bei größeren Beträgen, z.B. Steuern könnte es daher zu Problemen kommen. In diesem Fall kommen Sie um ein Tagesgeldkonto nicht herum. Auf einem Tagesgeldkonto ist die Höhe der Beträge, die eingezahlt oder abgehoben werden, im Allgemeinen nicht beschränkt.

Das erste Jahr vorbereiten

Die Meisten von Ihnen müssen nun aber erstmal auf das erste Jahr kommen. Vielleicht ist Ihre Autoversicherung schon in 6 Monaten fällig oder Sie haben eine vierteljährige Zahlungsweise. In diesem Fall müssen wir den entsprechenden Jahresbeitrag in einem kürzerem Zeitraum zusammensparen, d.h. also, dass wir bis zum Erreichen die Sparrate erhöhen müssen. Klingt logisch, oder? Bei hohen Beträgen können wir auch den Zahlungsintervall langsam erhöhen.

Nehmen wir an Sie zahlen vierteljährig je 120 € an die Autoversicherung. Bei einer halbjährigen Zahlung wären das entsprechend 240 €. Legen Sie nun nebenbei jeden Monat bereits 40 € zurück bis Sie auf die 240 € kommen. Anschließend rufen Sie die Versicherung an und erhöhen den Intervall auf eine halbjährige Zahlung. Anschließend machen Sie das gleiche, um den Sprung in die jährliche Zahlung zu schaffen. Es ist wichtig, Versicherungsbeträge jährlich zu zahlen, da alles andere den Versicherungsbetrag erhöht.