Die Jahresplanung

Die Jahresplanung gibt den alles umfassenden Überblick und ist im Endeffekt die Übersicht, mit der wir jeden Monat arbeiten, um den Überblick zu behalten. Hier werden für jeden Monat die Ausgaben den Einnahmen gegenüber gestellt. Die Jahresplanung gibt nur den groben Gesamtüberblick, die mit Hilfe eines Haushaltsbuch detailliert abgebildet wird. In der Jahresplanung sehen Sie dann, was Sie tatsächlich in dem jeweiligen Monat ausgeben können, bzw. von der Bank abheben können, ohne dass Sie ins Minus gehen. Hier einmal eine kleine Beispieltabelle mit den entsprechenden Euro Beträgen:

Art Januar Februar März April Mai Juni
Gehalt 1745,26 1745,26 1745,26 1745,26 1745,26 1745,26
Miete -450 -450 -450 -450 -450 -450
Autovers. -55 -55 -55 -55 -55 -55
Strom -65 -65 -65 -65 -65 -65
Sparen -180 -180 -180 -180 -180 -180
Summe 995,26 995,26 995,26 995,26 995,26 995,26

Kosten wie Autosteuer, Wasser oder ggf. Kredite sind hier nicht abgebildet. Gehören aber selbstverständlich dazu. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Erstellung der Übersicht, um festzustellen, wie viel Geld Sie tatsächlich im Monat zum Leben zur Verfügung haben. In diesem Beispiel haben Sie monatlich 995,26 Euro um Ihren Lebensunterhalt zu begleichen. Hier kommen dann die Kosten für Lebensmittel, Freizeit, Benzin etc. zusammen. Wo die  995,26 Euro im Endeffekt bleiben wird in einem Haushaltsbuch festgehalten.

Haben Sie Schulden oder sind Sie überschuldet?

Nachdem Sie jetzt alle wichtigen Übersichten erstellt haben, stellt sich die oben gestellte Frage. Haben Sie Schulden oder sind Sie überschuldet? Wenn Sie mehr Ausgaben als Einnahmen haben, sind Sie überschuldet. Sollten Ihre Ausgaben unterhalb der Einnahmen liegen und Sie haben ein Darlehen laufen, haben Sie einfach nur Schulden.

Wenn Sie Schulden haben, ist es z.Z. nicht weiter schlimm. Zahlen Sie regelmäßig Ihre Raten ab. Vergessen Sie aber dennoch nicht, ab sofort zu sparen und so Ihr Vermögen aufzubauen. Sie benötigen immer eine Reserve, falls die Waschmaschine kaputt geht oder sonstige unerwarteten Ausgaben auf Sie zukommen.

Was machen, wenn Sie überschuldet sind? Sehen Sie der Wahrheit ins Gesicht! Weglaufen bringt nix und macht es höchstens noch schlimmer. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre monatlichen Zahlungen so weit drücken können, dass Sie wieder auf der Schuldenseite sind und mehr einnehmen als ausgeben. Die beste Möglichkeit ist es, die Laufzeit Ihres Darlehens zu erhöhen, um die monatliche Rate zu senken. Die andere Möglichkeit ist, sich eine weitere Einnahmequelle zu suchen, um die Einnahmen über die Ausgaben zu heben. Wenn Sie einen Plan haben, reden Sie mit Ihren Gläubigern. Sie werden feststellen, dass diese bestimmt bereit sind, Ihnen zu helfen. Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Zusagen auch einhalten. Andernfalls hat man Ihnen das letzte Mal geholfen. Sollten Sie nicht in der Lage sein, sich alleine zu helfen, suchen Sie Hilfe bei einer Schuldenberatung in Ihrer Nähe.

Ab sofort gilt: Wir nehmen keine Konsumschulden mehr auf!!!

Das kann man gar nicht oft genug sagen. Die meisten Schulden sind Konsumschulden. Es gibt nur sehr wenig Schulden, denen ein Wert gegenüber steht. Übrigens: Das Wichtigste ist nicht der schnelle Abbau von Schulden. Das Wichtigste ist eine feste und machbare Kostenstruktur, die es Ihnen ermöglicht, all Ihre Ausgaben durch Ihre Einnahmen zu decken und nebenbei Ihr Vermögen und Ihre Rücklagen aufzubauen. Das ist der Weg raus aus den Schulden und reich ins Vergnügen.

Können Sie umschulden?

In vielen Fällen ist eine Umschuldung ratsam. Informieren Sie sich über Möglichkeiten, laufende Kredite durch günstigere abzulösen. Am häufigsten ist das bei Kreditkarten und Dispo-Krediten der Fall. Diese beiden Kreditarten sind die teuersten Kredite, die Sie haben können und müssen unbedingt durch eine Umschuldung abgelöst werden. Das Problem bei diesen Kreditarten ist, dass viele diese als Ihren 0 € Stand ansehen. Minus 2000 € ist aber nicht Null. Man kommt viel zu leicht in diese Kreditfallen und daher müssen diese umgehend abgezahlt werden.

Sprechen Sie mit Ihrer Bank und nehmen Sie einen Kredit auf, der hoch genug ist, um den Dispo-Kredit und die Kreditkarte abzulösen. Vermutlich brauchen Sie auch noch ein Nettogehalt mehr, um nicht gleich wieder mit dem Geld kämpfen zu müssen und den ersten Monat zu überstehen. Das heißt, wenn Sie 4500 € für Kreditkarte und Dispo-Kredit brauchen und 1500 € Netto verdienen, nehmen Sie einen Kredit über 6000 € auf. Denken Sie daran die Raten zur Abzahlung des Kredits so niedrig wie möglich zu wählen, damit Ihnen genug Geld zum Leben und sparen bleibt. Wenn die Konten dann ausgeglichen sind, sagen Sie Ihrer Bank umgehend, dass Sie keinen Dispo-Kredit mehr haben wollen, und dass Sie Ihre fälligen Kreditkartenbeträge immer sofort bezahlen wollen und nicht mehr auf Raten abzahlen. Dadurch geraten Sie nicht gleich wieder in die Kreditfalle.